Christian Klar

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5G-Highspeedinternet am Handy.

Darf es noch ein bisschen mehr sein?


Gerade jetzt hört man viel über 5G-Internet. Aber was bedeutet das, und wie notwendig ist dieses Netz? Hier ist wichtig, verschiedene Punkte auseinanderzuhalten: 5G für Handys sind überall möglich, wo es entsprechend ausgestattete Basisstationen (Handymasten) mit entsprechender Reichweite gibt,, und der Nutzer entsprechende Endgeräte (Handy, Tablet, etc.) mit Wlanverbindung hat. 3G (besser bekannt unter UMTS) hat einen Zellenradius (Reichweite eines Senders) von 35km. 4G (LTE) sendet 1 Gigabite pro Sekunde, die Reichweite beträgt aber nur noch maximal 15km. 5G sendet in einem anderen Frequenzbereich (FR2 = Frequenzbereich 2) und kann dadurch bis zu 10GB/s, also das Zehnfache von 4G, senden. Allerdings sinkt die Reichweite je nach Datenaufkommen von maximal 10km auf bis zu nur noch 100 Meter.

Der durchschnittliche User (Telefonieren, Nachrichten schicken und empfangen, Fotos verschicken und ein bisschen im Netz surfen,…) wird den Unterschied zwischen 4G und 5G gar nicht bemerken. Unabhängig von der Art des Internets sind Handymasten nicht auf große Zahlen von gleichzeitiger Nutzung ausgelegt, weshalb bei Großveranstaltungen, wie etwa dem Donauinselfest, diese Masten durch zusätzliche mobile Antennen unterstützt werden.

Jedenfalls bedeutet ein 5G-fähiges Smartphone noch lange nicht 5G-Internetgeschwindigkeit und Datenmenge. Gleichzeitig ist in der Entwicklung 5G aber schon veraltet, 6G ist im Anmarsch.

Grundsätzlich gilt: Je höher die Übertragungsrate, desto geringer die Reichweite der Handymasten. Das bedeutet natürlich: Will man ein Areal (zB Wien) flächendeckend mit einem leistungsfähigeren Handynetz versorgen, so benötigt man ein engeres Netz an Sendemasten, also wesentlich mehr und näher beisammen stehende Masten. Neben den zusätzlichen Kosten für die Installation und die Gebühren an Grundbesitzer bzw. Hausbesitzer, bedeutet das natürlich auch viel mehr Elektrosmog.

Die Auswirkungen dieser elektronischen Umweltverschmutzung ist ungeklärt, die Theorien gehen von völlig unbedenklich bis zu eindeutig gesundheitsschädlich für Mensch und Tier. Ich kann und will nicht entscheiden, welche Theorie richtig und welche falsch ist. Ich halte es für wichtig, sich alle Seiten bewusst zu machen, Fortschritt und Weiterentwicklung immer auch mit den Folgen gegenüberzustellen.

Die politische Entscheidung auf Fortschritt zu setzen, ist offenbar bereits gefallen. Die Stadt Wien verspricht den Ausbau von flächendeckender Infrastruktur für 5G für ganz Wien, der Bund unterstützt das Vorhaben finanziell.

5G unterstützt die flexible Onlinearbeit von überall, in Zeiten von Corona eine Unterstützung von Homeoffice, Homeschooling etc., die Frage von stärkerer Strahlenbelastung und Elektrosmog steht dem in Zeiten von Fridays for Future gegenüber. Wie in so vielen Bereichen, ist die beste Lösung vermutlich nicht das Eine oder das Andere sondern in der Mitte zu finden. Die Welt ist nicht schwarz oder weiß, in den meisten Fällen ist sie grau.

 
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